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EUROBIKE 2015

Es gibt eigentlich nichts mehr, was es nicht gibt! Das könnte das Motto der diesjährigen Eurobike gewesen sein. In 13 Messehallen haben in der letzten Augustwoche 1 350 Aussteller aus 53 Nationen, darunter viele Industrievertreter aus Asien und den USA, ihre neuesten Produkte rund um das Fahrrad eindrucksvoll präsentiert.
Da sich die Messe bis auf einen Publikumstag, an dem alleine 20 730 Besucher erschienen sind, hauptsächlich an nationale und internationale Fachbesucher (45 870!) gerichtet hat, blieb auch so mancher Radladen im Saarland während dieser Zeit für zwei bis drei Tage geschlossen.

eBikes ganz vorne

Nur so konnten sich die Fachhändler mit ihren Angestellten über neueste Produkte und Trends für ihre Kunden informieren. Die Angebotspalette ist gigantisch – sowohl im Fahrradbereich als auch beim Zubehör. Unterm Strich lassen sich zwei fast parallel laufende Trends erkennen: zum einen erfährt das E-Bike einen gewaltigen Vorstoß und erschließt durch immer leistungsstärkere Elektromotoren sowie multimediale Anwendungen neue Zielgruppen. Zum anderen steht der Spaßfaktor beim Radfahren an oberster Stelle, wobei das Fahrrad an sich schon für viele Menschen ein Kultobjekt geworden ist.

Optik steht im Vordergrund

Dies zeigt sich darin, dass vor allem bei jüngeren Kunden die Optik ganz klar im Vordergrund steht. Das Fahrrad soll gefallen und zugleich auffallen. Knallig bunte Farben, XXL-Bereifung und eine Geometrie, welche eher an einen Shopper erinnert, sprechen sogar Gelegenheitsradfahrer an, die gemütlich durch die Stadt cruisen, um auch gerne mal mit ihrem Gefährt die Blicke auf sich zu ziehen. Je ausgefallener das Citybike ist, desto besser! Interessant sind auch Rahmen aus Holz oder Bambusrohren! Erstaunlich ist hier die Kompatibilität völlig unterschiedlicher Werkstoffe in Hinblick auf Fahrbereitschaft und Verkehrssicherheit. So manchem Nostalgiker schlägt das Herz höher, wenn er Fahrräder im Retro-Look sieht. Stahlräder, wie man sie vor zwanzig, dreißig Jahren gebaut hat, erleben eine Renaissance.

Individuelle Ausstattungen sind vorne

Manche Hersteller legen Wert auf Vielfalt und Individualität zugleich. So kann sich der Kunde sein Rad maßgeschneidert anfertigen lassen, die Ausstattung frei zusammenstellen und auch die Lackierung bestimmen. Das Zubehör ist nahezu unerschöpflich. Vom Cockpit (Velocomputer, Navi, Tacho, etc.) über Beleuchtung, Sicherungs- u. Transportsysteme, Werzeuge und Tuningmöglichkeiten ist alles dabei. Die Antriebstechnik wird immer ausgefeilter: wartungsarme Karbon-Zahnriemen statt Kette und geräuscharme Naben mit verschleißfreier Schaltung liegen ebenfalls im Zeitstil.

Neues bei den Rennrädern

Im Rennradbereich hat sich ebenfalls einiges getan. Neben weiterer Gewichtseinsparung wird auf Aerodynamik und hohe Steifigkeit des Rahmens Wert gelegt. Zudem sind die Karbonrahmen durch verbesserte Faserplattenstrukturen und ausgeklügelte Harzsysteme sicherer geworden. Immer mehr Rennräder sind wahlweise mit Scheibenbremsen erhältlich, die eine deutlich höhere Bremsleistung besonders bei Nässe oder längeren Abfahrten garantieren. Elektrische Schaltungen per Funksignal gibt‘s zum Aufpreis. 11-fach Ritzel stimmen die Übersetzung noch feiner ab. Ferner hat ein amerikanischer Hersteller ein sog. Gravel Bike kreiert. Hierbei handelt es sich um ein geländetaugliches Rennrad mit breiteren Reifen und einem gestreckteren Rahmen mit einarmiger Gabel. Allerdings bewegen sich jene Hightec-Räder mit erstklassigen Komponenten in einem höheren Preissegment.

Verleihung der Eurobike-Awards

Ein weiteres Highlight der Radmesse war u. a. die Verleihung der Eurobike-Awards (12 Gold- u. ein Green Award) für besonders innovative, zukunftsweisende als auch umweltfreundliche Produkte. Obwohl die Eurobike die Erwartungen von Ausstellern und Besuchern bereits voll erfüllt hat, wird dieses Fahrradereignis 2016 mit einem neuen Konzept aufwarten, das noch stärker auf die Bedürfnisse der Endverbraucher zugeschnitten ist. oj

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