Bundesverband für eMobilität

Energie- und Mobilitätswende müssen gemeinsam gedacht werden

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe BEM-Mitglieder, Hallo,

wir können gute Nachrichten zum Thema eMobilität verzeichnen. Zumindest, wenn man für diesen guten Willen subjektiver Betrachtung globale Aktivitäten heranzieht. Wir schauen zum Beispiel immer noch nach Norwegen, mit einem Maßnahmenpaket, das in der Lage war, eine beachtliche Eigendynamik zu entwickeln. Die Niederlande, die im Bereich Ladeinfrastruktur gezeigt haben, wie man es auch machen kann. Und beide Länder beraten derzeit in ihren Parlamenten, ob sie ab 2025 überhaupt noch fossile Pkw zulassen wollen.

Nicht zu vergessen China, die sich rasant im Bereich Elektromobilität entwickeln. Zudem lassen die innovativen und fortschrittlichen Fahrzeugkonzepte aller Hersteller hoffen, dass wir am Ende doch noch die Technologien zum Zug kommen lassen, die einfach am besten sind, in Serie deutlich günstiger produziert werden können, weniger Ressourcen verbrauchen und im Bereich Klima- und Umweltschutz beim Einsatz Erneuerbarer Energien unschlagbar sind.

Die Welt rückt immer enger zusammen. Pläne chinesischer eBus-Hersteller, die sich in Europa ansiedeln wollen, taiwanesische eScooter, die auf den europäischen Markt wollen, Importeure wie die BEM-Mitgliedsunternehmen Mitsubishi, Renault und NISSAN, die ihre Marktanteile kontinuierlich ausweiten. Und natürlich das neue Model 3 unseres längsten Bestands-Mitglieds, das nicht nur der lang erwartete Einstieg Teslas ins Mittelklasse-Segment darstellt, sondern erneut eine enorme Beschleunigung für die gesamte Branche bedeutet, die auch unsere heimische Automobilindustrie dazu bewegen muss wird, deutlich ambitionierter die bereits fertig entwickelten Modelle im Markt so zu platzieren, dass sie auch gekauft werden.

Die Förderung, die nun so schnell wie möglich beschlossen oder verworfen werden muss, trägt dazu dann auch ihren Teil bei. Volumenmodelle würden bei realistischer Preisgestaltung diese Förderung allerdings gar nicht benötigen. Dass eine monatelang hin- und hergezogene Ankündigung für die Entwicklung eines elektromobilen Absatzmarktes kontraproduktiv ist, sollte so klar sein, dass man fast schon eine Absicht dahinter vermuten könnte. Rein subjektiv betrachtet.

Und dennoch geht es weltweit insgesamt vorwärts und das ist gut so. Die Energie- und Mobilitätswende ist natürlich eine große Herausforderung und bedeutet eine Vielzahl entsprechender Veränderungen. Ein Prozess, der bereits vor über 100 Jahren begann. Stellen Sie sich mal vor, wir müssten jeweils solange auf die nächste Jahreszeit warten.. Das wäre nicht so schön, oder..? In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Start in den Frühling.
Viel Spaß beim Lesen, bleiben Sie elektromobil.


Ihr BEM-Vorstand / Kurt Sigl, Christian Heep, Michael Hofmann und Markus Emmert